Wer sich im Gegensatz zu Volker Beck & Co. nicht damit abgefunden hat, dass er nach außen den Vorzeige-Schwulen spielen muss, der in monogamer Beziehung lebt, keinen Modetrend verpasst und sich alle Mühe gibt, sich so unauffällig wie nur irgend möglich ins hetero-normative Leben zu integrieren um dann heimlich doch entgegen allem spießigen Anschein wechselnde Partner und wenig konservative Ansichten zu haben wird es bemerkt haben: Die Gesellschaft ist weit davon entfernt, Schwule zu akzeptieren die sich nicht in die konservativ-faschistische Weltsicht der Heteros einpassen wollen indem sie die gutverdienende, asexuelle Modeschwuchtel verkörpern. Ganz im Gegenteil, im Vergleich zu Zeiten vor, sagen wir mal, 30 Jahren, ist gerade bei der vermeintlich auf- und abgeklärten Generation zwischen 15 und 30 ein immer auffälliger werdender Hang zu konservativen Werten und eine damit einhergehende latente Homophobie zu spüren. Getarnt mit viel Gutmenschensprüchen und Pseudo-Liberalismus geraten auch im sich gern weltoffen gebenden Europa immer mehr Menschen ins soziale Hintertreffen die mit “unseren” Ur-Werten von Christentum, Zwei-Geschlechter-System und So-called-Demokratie nichts anfangen können.

Wer meint, dass ihn das nicht betrifft und doch eigentlich alles ganz prima ist, darf sich bei Batz eines Besseren belehren lassen und sich anschließend ein paar Gedanken machen, ob es sich nicht lohnen würde, etwas selbstbewusster zu sein, ein paar Dinge (nochmal) zu hinterfragen, das “PACE” von der Regenbogenflagge zu kratzen und stattdessen Revolution drauf zu schreiben. Selbst wenn das für dich nur heißt, deinen Freund in der vollen U-Bahn zu küssen. Jeder Schritt bringt uns ein Stück weiter, also: Sei mutig!

 

Today is the International Day Against Homophobia!

 


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Sorry, this one was inevitable ;)